Der CoworkingMap Blog

agiles Spielen im Business

German Coworking Federation

Ein neuer Vorstand der GCF!

Am 28.08.2021 fand die Jahreshauptversammlung der German Coworking Federation als hybride Sitzung in Wolfsburg und dem Netz statt. Neben der zukünftigen Ausrichtung wurde u.a. auch mit Johanna Vicky, Dina Cristian und Nico ein neuer Vorstand gewählt.

Als der wichtigste Aufgaben der GCF in Wolfsburg wurde eine verstärkte Mitgliederbindung sowie ein Kriterienkatalog für eine gutes Coworking definiert. Im Kriterienkatalog sind Fragen zu den Bereichen Community-Management und Zugänglichkeit aufgeführt. In Workshops und Vor-Ort-Terminen werden die Mitglieder unterstützt, ihr eigenes Coworking Space zu optimieren.

 

 

agiles Spielen im Business

Online Salon mit Dina Sierralta Espinoza

Gestern Abend haben Doris Schuppe von Rayaworx Coworking und Dina Sierralta Espinoza, Agiler Coach, über das neue Buch „Agiles Spielen im Business“ geplaudert. Ein toller Ansatz, um Menschen miteinander ins Gespräch zu bringen, Ideen zu diskutieren und eventuell auch Denkblockaden zu durchbrechen.

Warum integrieren wir so selten das Spielerische in unsere Arbeit? Alle schwärmen davon, wie Kinder im Spiel die Welt begreifen lernen, und doch grenzen wir Spiel und Business voneinander ab.

Dina ist Agiler Coach und Coworking Expertin und sorgt mit Leib und Seele im beruflichen Umfeld für das gute Miteinander in Teams. Das haben wir an ihr im Rahmen der German Coworking Federation kennen und sehr schätzen gelernt. Mit weiteren Mitautor:innen veröffentlichte Dina jüngst das Buch “DAILY PLAY Agile Spiele für Coaches und Scrum Master”.

 

Räume und Coworking Spaces (3+4)

Räume prägen Menschen

Ein Coworking Space ist ein Raum, der durch diejenigen gestaltet wird, die dort arbeiten.

zum vorläufigen Abschluss der kleinen Serie jetzt die Teile 3 und 4

Teil 3 – Der Blick in die Glaskugel

In der aktuellen Zeit besteht in vielen Coworking Spaces ein großer Wunsch der Nutzer auf „Vereinzelung“. Eine Auswirkung der Pandemie und der Vielzahl an Videokonferenzen, mit denen die Kommunikation in den Organisationen bei mobiler und dezentraler Arbeit aufrechterhalten wird. Dienstreisen für Kurzzeit-Termine werden auf ein Minimum reduziert und durch Online-Termine ersetzt werden. Diejenigen Coworking Spaces, die neben einer wieder verstärkten, persönlichen Zusammenarbeit und Nähe ergänzende Lösungen, wie zum Beispiel die technische Voraussetzung für hybride Konferenzen anbieten können, werden davon profitieren.

In den kommenden Monaten wird der Bedarf nach Räumen für Teamsitzungen und Events wieder steigen. Die Menschen wünschen sich als ein Element ihrer Arbeitsstruktur diesen unmittelbaren Kontakt. Die Kollegen wieder „zu spüren“, auf nonverbale Kommunikation zu achten, die kleine gemeinsame Pause vor der Tür – das alles hat gefehlt und wird wieder eingefordert.

Parallel ist in den letzten Monaten der Wunsch nach Teilbereichen für Video-Konferenzen und längeren Telefonaten erheblich gestiegen. Hier sind räumliche Vorkehrungen zu treffen, die diese Anforderungen (mit) erfüllen können.

Kleinere Coworking Spaces werden sich dabei entscheiden müssen, welches Raumkonzept sie weiterhin verfolgen, bzw. sie werden u.U. nicht mehr allen Wünschen aller Coworker*innen zu allen Zeiten entsprechen können.

Die Zukunft wird es wahrscheinlich zeigen, dass mehrere Arbeitsmodelle gemeinsam und parallel gut existieren können. Die Vielfalt, die in der letzten Zeit erprobt und erlebt wurde, wird sich nur schwer wieder einfangen lassen. Ich erwarte, dass den Betreiber*innen von Coworking Spaces damit mehr Flexibilität abgefordert wird und sie sich jeweils zeitnah positionieren müssen. Die Räume wirken über ihr Angebot und die Community wird entscheiden, ob dies eine für sie ansprechende Arbeitsumgebung ist.

Wie oben bereits angeführt, bietet sich daraus für Coworking Spaces auch die Option, hybride Konferenzen über die entsprechende Technik, anzubieten. Eine Nachfrage, die zurzeit beginnt und sicher zunehmen wird, da sie verschiedene positive Effekte miteinander verbindet. Hybride Konferenzen stellen Anforderungen, müssen organisiert und sollten moderiert werden. Eine Chance auch für kleine Coworking Spaces mit der erforderlichen technischen Ausstattung.

 

Teil 4 – Resümee: Räume prägen Menschen

Räume wirken, Räumlichkeiten von Coworking Spaces wirken. Dies wird ein enormer Vorteil für diejenigen sein, die sich mit ihrem Space schnell an neue Arbeitssituationen, Anforderungen und technische Neuerungen anpassen können. Coworking Spaces können das Beste aus zwei Welten, dem Büro und dem Homeoffice verbinden und noch darüber hinaus wichtige Aspekte ergänzen.

Bestimmte Tätigkeiten und Arbeitszeiten werden auch langfristig an einem von den Arbeitgebern*innen gestellten Raum, langläufig „dem Büro“ ausgeführt werden müssen. Dabei wird sich aber die Frage stellen, ob für alle Mitarbeiter*innen jeweils ein Büro bzw. ein fester, eigener Arbeitsplatz erforderlich ist. Wenn, wie zurzeit, ein Teil des Personals an den Büro-Arbeitsplätzen rolliert, sind bestimmte Kapazitäten obsolet. Der Wunsch nach Home-Office wird dann nicht nur ein Wunsch der Beschäftigten sein, sondern auch von Seiten der Arbeitgeber*innen forciert werden.

Auch in der Zukunft wird Homeoffice nicht für alle Beschäftigten aus den oben genannten Gründen leicht umsetzbar, vielleicht auch nicht gewünscht sein. Die räumliche Trennung von Wohnen und Arbeit ist von einigen auch gewünscht und für ihre persönliche Strukturierung erforderlich. Hier kann die Nutzung eines Coworking Space ein zielführender Ansatz sein. Beschäftigte, die ein solches, nahe an ihrem Wohnort vorhandenes Coworking Space nutzen, sparen an diesen Tagen der Woche den Weg zum Büro mit Auto oder ÖPNV. Der Zeitvorteil ist für viele Arbeitnehmer*innen erheblich.

Soweit Coworker*innen im cobaas als Pendler*innen von Preetz nach Kiel den Arbeitsweg an einem Tag in der Woche einsparen, würden etwa als 2.000 PKW-km eingespart werden können. In den kommenden Tagen wird eine Arbeitnehmerin mit Wohnort in Preetz und Arbeitsort in Eckernförde einen Test-Tag machen. Rechnet man auf diese Entfernung, ist die km-Einsparung mehr als doppelt so groß. Ein klarer Pluspunkt für den Aspekt der Nachhaltigkeit. Deutlicher wird der persönliche Mehrwert, ein ortsnahes Coworking Space zu nutzen, wenn der Zeitfaktor betrachtet wird. Für die Fahrt Preetz – Eckernförde benötigt diese Arbeitsnehmerin mindestes eine Stunde jeweils für Hin- und Rückfahrt. Bei der Kalkulation von 50 Arbeitswochen ergibt dies 100 Stunden oder fast 4,2 Lebenstage Fahrzeit in einem Jahr.

Die Aussage „Räume prägen Menschen“ zeigt also eine Wirkung auf. Betrete ich ein Coworking Space mit einer offenen, einladenden Atmosphäre, mit Inspirationen und einer Gestaltungsvielfalt, werde ich mich wohlfühlen, wenn dies auch meinem Mindset entspricht. Die Atmosphäre konkurriert mit dem Wohlfühlfaktor im Homeoffice und dem im Büro. Kürzlich hat jemand formuliert: „Der Geist ist aus der Flasche“. Mitarbeiter*innen, die in den letzten Monaten bewiesen haben, dass in vielen Situationen eine mobile Arbeit möglich ist, werden dies nicht vergessen und entsprechende Optionen seitens der Arbeitgeber*innen einfordern. Ein Prozess, den die Betreiber*innen von Coworking Spaces mit einem ansprechendem Raumangebot erfolgreich für sich entscheiden können.

Wichtig hierbei bleibt immer, dass es bei einem „Coworking Space“ bleibt, welches diese Bezeichnung auch verdient. Einer der Grundsätze ist Zusammenarbeit und Austausch und hierfür benötigt es dann auch den entsprechenden Raum.

Und noch eine weitere Wirkung, aber dies dann vielleicht für eine Fortsetzung: Menschen prägen Räume, aber auch Räume prägen Menschen und diese Menschen untereinander wiederum die Community.

. . . und mitdiskutieren auf LinkIn

Räume und Coworking Spaces (2)

Vor Kurzem habe ich die Formulierung gehört:

Ein Coworking Space ist ein Raum, der durch diejenigen gestaltet wird, die dort arbeiten.

Die Aussage aus der Wirkungsrichtung des Raumes lautet:

Räume prägen Menschen

Welche Bedeutung haben diese Aussagen in Bezug auf ein Coworking Space? Was bedeutet dies für die Vorgehensweise und den Betrieb eines Coworking Space? Wie werden sich die Sichtweisen und Wirkungen in Bezug auf die weitere Entwicklung der Arbeitswelt verändern?

Viele spannende Aspekte, die wiederum weitere interessante Fragen aufwerfen. In den folgenden vier Abschnitten (Der physische Raum, Der virtuelle Raum, Der Blick in die Glaskugel, Resümee) werde ich meine Gedanken und Einschätzungen darstellen.

Teil 2 – Der virtuelle Raum

Die Arbeitswelt ist in eine schnellere Bewegung und Entwicklung gekommen. Physische Räume müssen nicht mehr unbedingt das alleinige Umfeld für die Arbeit bieten. Ein noch junges Angebot im Bereich Coworking ist das virtuelle Coworking-Angebot. Bei entsprechendem Angebot kann ich jederzeit – so wie es in meinen Arbeitsrhythmus passt – neben meinem tatsächlichen Ort einen weiteren (virtuellen) Raum betreten. Ausgehend von einem Coworking Space potenziert sich die Community, ausgehend vom Homeoffice durchbreche ich meine Isolation und kann die Community nutzen.

Nutzer*innen des virtuellen Coworking arbeiten entweder im Büro, im Homeoffice oder auch in einem realen Coworking Space und treffen sich dabei zu vereinbarten Zeiten auf einer Kommunikations-Plattform im Internet, können dort in der Cafeteria, in definierten Räumen oder zu gemeinsamen Projekten zusammenkommen.

In einem virtuellen Coworking Space wird die Struktur, der Raum durch die technische Lösung, das Kollaborationstool vorgegeben. Wichtig ist hier, wie auch beim realen Coworking Space, das Onboarding. Die Community-Manager*innen verkörpern „ihre Räume“ und werden dieses Mindset bereits während der ersten Kontaktsekunden kundtun. Es sortieren sich damit die Nutzer*innen zu den für sie auch passenden Angeboten. Die Aussage trifft sowohl für das physische Coworking Space als auch für den virtuellen Raum zu. Beim zweiten, virtuellen Onboarding kommt der technische Aspekt dazu und die „Option Absprung“ ist für die Nutzer*innen viel schneller und anonymer zu vollziehen. Als Betreiber*innen sollte ich mir hier Gedanken über ein fesselndes Intro machen.

Diese Arbeitsform hat – wie alle anderen – Vor- und Nachteile. Die Nutzer*innen können sich von jedem Ort aus in diese Gemeinschaft begeben, sich austauschen und / oder an gemeinsamen Runden teilnehmen. Dafür muss ich mir jedoch im Homeoffice meinen Kaffee selbst kochen und arbeite ohne jeden physischen direkten Kontakt. Weiterhin tausche ich mich zwar mit Menschen aus, es geht aber ein Teil von Erlebnissen und Kommunikationen verloren (z.B. Gestik, Mimik, Präsenzgefühl).

Das Angebot von virtuellem Coworking ist vor allem für die Menschen interessant, die gerade nicht in einem physischen Coworking Space arbeiten können (parallel notwendige Kinderbetreuung, Pandemiesituation, körperlicher Beeinträchtigung, kein Coworking Space in der Nähe). Virtuelle Coworking Spaces können auch einen niedrigschwelligen Einstieg in diese Coworking-Arbeits-Atmosphäre sein und dann mit einiger Erfahrung, Lust auf mehr und reales Coworking machen.

Seit einigen Monaten bietet Doris Schuppe vom rayaworx – Coworking Space auf Mallorca mit Kolleg*innen ein virtuelles Coworking https://cowirk.space/ an. Mit sehr viel Liebe und Empathie für die (potenziellen) Nutzer*innen wird hier eine Struktur aufgebaut, die wie sie selbst sagt: „Wir bieten die zweitbeste Coworking Experience“. Aufgrund der guten Vernetzung können hier Interessierten auch die für sie geeigneten physischen Coworking Spaces empfohlen werden.

. . . und demnächst:

 

Teil 3 – Der Blick in die Glaskugel

Teil 4 – Resümee: Räume prägen Menschen

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Räume und Coworking Spaces (1)

Vor Kurzem habe ich die Formulierung gehört:

Ein Coworking Space ist ein Raum, der durch diejenigen gestaltet wird, die dort arbeiten.

Die Aussage aus der Wirkungsrichtung des Raumes lautet:

Räume prägen Menschen

Welche Bedeutung haben diese Aussagen in Bezug auf ein Coworking Space? Was bedeutet dies für die Vorgehensweise und den Betrieb eines Coworking Space? Wie werden sich die Sichtweisen und Wirkungen in Bezug auf die weitere Entwicklung der Arbeitswelt verändern?

Viele spannende Aspekte, die wiederum weitere interessante Fragen aufwerfen. In den folgenden vier Abschnitten (Der physische Raum, Der virtuelle Raum, Der Blick in die Glaskugel, Resümee) werde ich meine Gedanken und Einschätzungen darstellen.

 

Teil 1 – Der physische Raum

Bereits bei der Gründung eines Coworking Space ist entscheidend, welches Gestaltungs- und Einrichtungskonzept verfolge ich. Gebe ich „den Raum“ mit meinen Ideen und Vorstellungen als fertig vor oder entwickle ich das Konzept für das Coworking Space gemeinsam mit potenziellen Nutzer*innen.

In der Beratung für neu zu gründende Coworking Spaces wird oftmals die Empfehlung gegeben, noch nicht alles in Bezug auf Einrichtung, Service und Technik bis zum Ende festzuschreiben. Eine ordentliche Grundausstattung ist für den Start selbstverständlich erforderlich. Aber mit den ersten Coworker*innen werden Wünsche und Anforderungen deutlich, die abhängig von dem jeweiligen Tätigkeitsfeld der Nutzer*innen sind. Folgt man diesem Ansatz, ist eine gemeinsame nach-und-nach Gestaltung die Folge.

Voraussetzung ist dabei, dass zumindest eine „Rumpf-Community“ besteht. Der Gestaltungsvorgang ist breiter und demokratischer, aber wahrscheinlich auch ein wenig anstrengender, zumindest zeitaufwändiger. Ein positiver Effekt: die Start-Community identifiziert sich deutlich mit „ihrem Werk“ und wird dies auch nach außen tragen. Ebenfalls beachtenswert ist auch, sofern dieser Prozess ernst genommen wird, man als Betreiber*in eingeschränkt ist, eigene Vorstellungen umzusetzen.

Berücksichtigt werden muss jedoch auch, dass sich die Community im Laufe der Zeit verändert. Es besteht keine Garantie, dass die „Einrichtungs-Coworker*innen“ in den folgenden Jahren weiterhin dabei sind. Bei dieser Vorgehensweise sollte seitens der Betreiber*innen weiter kalkuliert werden, dass in einem Coworking Space immer eine gewisse Fluktuation herrschen wird.

Alternativ ist der Fall, bei dem ich als Betreiber*in das Raumkonzept, Möblierung sowie die gesamte Ausstattung vorgebe. Hier schaffe ich ein Coworking Space, in dem sich die Nutzer*innen wohlfühlen werden, die dies akzeptieren, es begrüßen und sich in diesem Ambiente wohlfühlen. Die Anziehungskraft des Space ist entsprechend stark. Es wird von Seiten des Community-Managements „gelebt“ und bietet ein deutliches Zeichen nach außen. Die Wirkung auf die verschiedenen potenziellen Nutzer*innen ist beabsichtigt – es sortiert sich.

Interessant wäre eine Überprüfung, in welcher Form sich die jeweiligen Konzepte (gemeinsame Entwicklung versus persönliche Vorgabe) langfristig beweisen. Gebe ich als Betreiber*in ein bestimmtes Raumkonzept durch Interieur, Gestaltung und technische Ausstattung vor oder schaffe ich lediglich eine „Funktions-Insel“, bei der ich Möglichkeiten andeute und entwickle alles Weitere gemeinsam mit der Community?

Persönlich bin ich der Auffassung, dass beide Konzepte ihre individuellen Coworking Spaces hervorbringen werden und damit auch die Vielfalt und Unterschiede im Angebot aufzeigen, die so reizvoll an der Arbeit in Coworking Spaces sind.

Viele Vorteile der Arbeit in Coworking Spaces sind beschrieben. Jedoch ist auch hier die Wirkung des Raumes zu berücksichtigen. Den niederschwelligen Austausch, das mal kurz „Dampf ablassen“ an der Kaffeemaschine oder die kleine Entscheidungshilfe funktionieren nur, wenn entsprechender Raum geboten werden kann.

Im meinem eigenen Coworking Space in Preetz, dem cobaas, habe ich meinen eigenen Arbeitsplatz, seit einigen Monaten in unmittelbare Nähe zu Kaffeemaschine und Kühlschrank verlegt. Es ist bemerkenswert, wie viele Kurzgespräche, Informationen und Matchingansätze so zustande kommen. Ich bin als Communitymanager präsent und immer ansprechbar. Und – da alle ja auch arbeiten müssen – ist dieser Zeitaufwand über den Tag gesehen begrenzt, der Mehrwert jedoch erheblich.

. . . und demnächst:

Teil 2 – Der virtuelle Raum

Teil 3 – Der Blick in die Glaskugel

Teil 4 – Resümee: Räume prägen Menschen

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eigene Gedanken

Küche als Homeoffice

Wow – eine neue Lösung! Die Einkaufsgemeinschaft der Küchenanbieter setzt jetzt auf Homeoffice-Lösungen. In einer aktuellen Anzeige wird darauf hingewiesen: „oft fehlt es an einem eigenen Raum für die Heimarbeit, sodass Alternativen gefunden werden müssen“. Ja!!!

Dann weiter: “Mit der richtigen Planung kann sogar die Küche zum Heimbüro werden. An der Kücheninsel lässt sich beispielsweise ganz einfach eine Sitzgelegenheit integrieren. Oder man bringt an den Tresen eine dicke Pultplatte an, an der man wunderbar im Stehen arbeiten kann“. Weiter im Text wird dann empfohlen, möglichst leise Küchengeräte (Geschirrspüler, Dunstabzugshaube) zu installieren sowie ein Dampfgarer zu integrieren, damit bereits zubereitete Mahlzeiten schnell angerichtet werden können.

Noch einmal Wow! Im Hintergrund ist dann eine Beispielküche zu sehen, die mindestens eine Fläche von 25 m² erfordert.

Ich habe versucht, diese Meldung bis hierhin möglichst neutral wiederzugeben.

Jetzt mein Kommentar:
Mal mit dem Tablet gemeinsam zu kochen, um das aktuelle Rezept der letzten Kochsendung „nachzubasteln“ – ja;  online die Einkaufsliste mit dem smarten Kühlschrank zu koordinieren – ja; Nachrichten zu checken, eine Tagesplanung machen usw. – alles ok. Aber das ist kein Homeoffice!!!

Homeoffice ist Arbeit und diese sollte an einem dafür geeigneten Arbeitsplatz absolviert werden. Was vielen bei der Diskussion um Homeoffice auch nicht bewusst ist, dass Arbeitgeber*innen das Recht haben, den Homeoffice-Arbeitsplatz zu kontrollieren. Bei dienstlich genehmigtem Homeoffice hat es bestimmte Voraussetzungen zu erfüllen (keine Details an dieser Stelle). Ein Besuch in der Küche halte ich für „suboptimal“.

Im Kreis der Coworking Spaces wird zurzeit ein Kriterienkatalog erarbeitet – eine Art Gütesiegel – mit der die Coworking Spaces nachweisen wollen, dass hier die Arbeitsplätze allen rechtlichen und gesundheitlichen Anforderungen genügen um damit Arbeitnehmer*innen wie Arbeitgeber*innen eine Orientierung zu geben.

Wie sieht eure Meinung zum Thema aus? Schreibt ggf. ein Kommentar zu diesem Eintrag auf LinkedIn.

Kommunen werden informiert

GUDRUN MALLWITZ beschreibt in ihrem Artikel NEUES DIGITALES PROJEKT den Nutzen der CoworkingMap.de.

Im Newsletter der KOMMUNAL wurde der Bericht jetzt aufgenommen und uns freut damit ein weiterer Hinweis auf unser Projekt.

Podcast – Tobias Kremkau – Workation

Tobias Kremkau – Coworking-Experte hat sich in seiner neuesten Podcast-Folge von DigitaleProvinz-Voices mit dem Thema Workation – ein Cocktail aus Work (Arbeit) und Vacation (Urlaub) beschäftigt. Arbeit im Urlaub? Nicht ganz. Denn hinter Workation steckt eine neue Form innerhalb der NewWork-Bewegung.

Was es damit auf sich hat, wo Workation bereits angeboten wird und für wen diese Arbeits-Erfahrung etwas sein könnte, erzählt Tobias in knackigen 15 Minuten.

09.06.2021

 

Space der Woche 23/2021

Das KoLABOR wurde 2016 als erster CoWorkingSpace in der Europastadt Görlitz-Zgorzelec vom eigens dafür gegründeten KoLABORacja e.V. eröffnet.

KoLABORacja steht für Co-Working im Sinne des gemeinschaftlichen Arbeitens und Wirkens, für Labor als Ort des Experimentierens und für lat. laborare = sich anstrengen und auf etwas hin arbeiten. Das polnische Racja! lässt sich mit „Das stimmt!“ übersetzen und betont unseren Grundgedanken der länderübergreifenden Zusammenarbeit.

In einem ehemals leerstehenden Ladenlokal mitten im Stadtzentrum bieten wir Raum zum konzentrierten Arbeiten, Lesen, Workshoppen, Tagen, Begegnen, Träumen, Kommunizieren und Austauschen für freiberufliche, selbstständige, gründende, studierende, promovierende, lehrende Menschen sowie Vereine, Initiativen und vielen andere Gruppen.

Das KOLABOR verfügt über 8 Einzelarbeitsplätze und einen Seminarraum für bis zu 15 Personen inkl. schnelles Internet, Drucker, persönliche Schließfächer, kleiner Kaffeeküche und Terrasse im Hof.

Neben vielen anderen regionalen und überregionalen Netzwerken sind wir regelmäßiger Partner des Görlitzer Probewohnens, das aktuell für den Zeitraum 2021-2023 wieder ausgeschrieben ist.

Mehr über unseren Space, unsere Nutzer*innen und Preise erfahrt ihr auf unserer Homepage: www.kolaboracja.eu

KoLABORacja – Raum und Wissen teilen
Hospitalstraße 29
02826 Görlitz
Mail: kontakt@kolaboracja.eu
Web: www.kolaboracja.eu

Jahresstatistik des BVIZ

Mit der jährlichen gesamtdeutschen Erhebung des BVIZ wurden bei den Zentren nicht nur aktuelle Zahlen zu Gründungen und der Entwicklung in den Zentren per 12/2020 erhoben, sondern auch nach Auswirkungen der Corona-Pandemie auf das Gründungsgeschehen und die Situation in den Zentren gefragt.
Das durch die Corona-Pandemie geprägte Jahr 2020 hatte auch Startups und Gründungen von Unternehmen in Deutschland beeinträchtigt. Laut Vorabauswertung des KFW-Gründungsmonitors vom April 2021 gab es im Jahr 2020 bei den Existenzgründungen in Deutschland im Vergleich zum Vorjahr ein deutliches Minus von 11%. In den deutschen Innovations-, Technologie- und Gründerzentren war dieser Trend bei Startups und Neugründungen im Corona-Jahr 2020 eher kaum zu verzeichnen.

Berlin 25.05.2021